Quebecs MAiD-Voranfragen für Demenzpatienten werfen Fragen zur Palliativversorgung auf

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Quebec ist die erste Provinz Kanadas, die es Menschen mit Demenz erlaubt, im Voraus medizinische Hilfe beim Sterben (MAiD) zu beantragen.

Die Alzheimer Gesellschaft sagt, dass auch Menschen mit Demenz das Recht haben sollten, im Voraus MAiD zu beantragen. Es sollte jedoch kein Ersatz für eine hochwertige Palliativpflege sein.

Optionen für die Palliativpflege

Cathy Barrick, Geschäftsführerin der Alzheimer-Gesellschaft von Ontario, betont, dass die MAiD zwar für manche Menschen eine wichtige Option darstellt, dass aber auch sichergestellt werden muss, dass die Patienten Zugang zu einer umfassenden, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Palliativversorgung haben.

„Menschen mit Demenz verdienen die gleichen Rechte wie alle anderen“, sagte Barrick in einem Interview.

Allerdings ist es aufgrund der Unvorhersehbarkeit der Alzheimer-Krankheit schwierig, vorherzusagen, wie sich der Betroffene zu einem späteren Zeitpunkt fühlen und funktionieren wird.

Die Patienten müssten bestimmte Umstände mitteilen, die eintreten müssen, bevor sie MAiD haben können, wie z.B. der Verlust der Fähigkeit, Familienmitglieder zu erkennen oder effektiv zu kommunizieren.

Menschen mit einer Demenzdiagnose verdienen die gleichen Rechte wie alle anderen. Wenn MAiD also eine legale Option zur Beendigung des Lebens ist, dann sollte sie unserer Meinung nach auch für Menschen mit Demenz zugänglich sein.

Cathy Barrick

Andererseits betont Barrick, dass dieselben Patienten die Möglichkeit haben sollten, eine umfassende, demenzspezifische Palliativversorgung zu erhalten, um die bestmögliche Lebensqualität zu erreichen. Dann und nur dann wäre es eine legitime Frage der Wahl.

Ihr fügte hinzu, dass „die Wahl zwischen dem Gefühl, dass man (in einem Pflegeheim) dahinvegetieren und vernachlässigt werden soll, eigentlich gar keine Wahl ist“.

Überarbeitung der Voranfragen für MAiD

Dr. Samir Sinha vom Sinai Health System und dem University Health Network in Toronto betont, wie wichtig es ist, dass ein Familienmitglied oder ein Freund als Fürsprecher fungiert, um sicherzustellen, dass die Wünsche der Angehörigen erfüllt werden.

Als Geriater, der nur zu gut weiß, was in der Praxis passiert, rät er Patienten, ihre Patientenverfügung regelmäßig mit ihren Betreuern zu besprechen, um sicherzustellen, dass die Bedingungen für MAiD klar und unverändert bleiben.

Abschließend weist Barrick darauf hin, dass die Diagnose der Alzheimer-Krankheit nicht das Ende bedeutet. In der Regel leben die Menschen noch fünf bis sieben Jahre, nachdem sie erfahren haben, dass sie an Alzheimer erkrankt sind.